Chorwettbewerb

Kurz nach Wil verspürten bereits die ersten Damen ein Hüngerchen, und so wurden die von Jacqueline verpackten Fresssäckli und die von Esther besorgten Brötli verteilt – und nicht Wenige fielen gleich darüber her. Vielen Dank den Beiden für’s Organisieren.

Kurz vor Mittag trafen wir dann in Aarau ein. Weil die Zimmer im Hotel Aarauerhof noch nicht alle bezugsbereit waren, machte sich die ganze Schar Richtung Altstadt auf den Weg. Immer wieder drifteten kleinere Grüppchen ab und verschwanden in einem Café oder Restaurant, um sich nach der «anstrengenden» Zugfahrt zu stärken.

Um 14.00 versammelten wir uns wieder bei der Touristinfo für die geplanten Besichtigungstouren. Eine Gruppe erfuhr Interessantes über Frauenpersönlichkeiten, die die Geschichte Aaraus mitgeprägt haben oder deren Schicksal und Leben für den jeweiligen Zeitgeist steht.

Chorwettbewerb

Die andere Gruppe begab sich auf die Spuren der Krimiserie «Der Bestatter» von SRF, die mehrheitlich in und um Aarau gedreht wurde. Sie besuchten verschiedene Drehplätze und musste feststellen, dass sich in Wirklichkeit Einiges anders abspielte, als es im Fernsehen dann gezeigt wurde.
Anschliessend an den Rundgang mussten wir uns natürlich wieder stärken. Dazu besuchten wir die «Laterne», ein kleines Restaurant mitten in Aarau. Es dient als Arbeitsplatz und Lernfeld für leistungsbeeinträchtigte Menschen. Die angebotenen Torten sahen wirklich lecker aus und schmeckten auch so.

Nach dieser Pause nutzten wir die Gelegenheit, uns einen ersten Eindruck zu verschaffen von dem Ort, wo wir tags darauf unseren Wettvortrag haben würden. Wir konnten verschiedene Aufstellungen ausprobieren und hören, wie unsere Stimmen in dieser Kirche klingen. Dies war eine wertvolle Erfahrung und gab etwas Sicherheit für den Auftritt.

Chorwettbewerb

Nächster Programmpunkt war das gemeinsame Abendessen direkt in unserem Hotel. Danach wurde noch ausgiebig geplaudert, bis sich die Frauen nach und nach aufs Zimmer zurückzogen, um für den nächsten, wichtigen Tag ausgeschlafen zu sein.

Am Samstag um 12.00 galt es dann ernst. In der katholischen Kirche  Peter und Paul durften wir der Jury und dem Publikum präsentieren, wofür wir so intensiv geübt hatten. Der anschliessende Applaus zeigte uns, dass unser Vortrag Gefallen fand. Danach konnten wir schon mal etwas abspannen, bevor wir um 18.00 noch für das Repertoirekonzert im Kunst- und Kulturzentrum auf die Bühne durften. Auch hier wurde unsere Darbietung mit viel Applaus belohnt. Befreit konnten wir von nun an in verschiedenen Gruppen an unterschiedlichen Standorten die qualitativ hochstehenden Vorträge der anderen Chöre geniessen. Total hatten sich für den Wettbewerb rund 60 Chöre in verschiedenen Kategorien angemeldet.

Der Sonntagmorgen stand zur freien Verfügung. Einige Frauen besuchten eine Ausstellung, andere genossen die Wettvorträge oder Repertoirekonzerte der Jugendchöre. Bereits ab 13.15 bezogen wir unsere Plätze in der katholischen Kirche für das Abschlusskonzert, da der Publikumsandrang wie erwartet gross war. Neben verschiedener Reden stellte sich jeder der Preisträgerchöre mit einer Darbietung nochmals vor und bewarb sich damit um den Publikumspreis. Irgendwie war es gut, dass wir nicht mehr auftreten mussten, denn so konnten wir den erneuten Ohrenschmaus entspannt geniessen. Nach den Rangverkündigungen und Preisgeldverteilungen gehörte der 10. Schweizerische Chorwettbewerb ab ca. 17.10 bereits wieder der Vergangenheit an.

Nachdem wir uns mit Reiseproviant eingedeckt hatten, machten wir uns um 18.30 per Bahn auf den Rückweg. Als sich Kathrin in Zürich erhob und verkündete, sie hätte die Punktzahlen bekommen, richteten sich alle Blicke interessiert auf sie und es war kurz mucksmäuschenstill – und das heisst etwas, bei so einer Frauenschar. Umso lauter wurde es dann, als wir uns über die erreichten 50,7 Punkte (von 60) freuten. Die vielen Probestunden, die Stimmbildung von Stephanie, die präzise Vorbereitung und Einstimmung durch Kathrin und der Einsatz jeder einzelnen Sängerin haben dieses Ergebnis möglich gemacht, auf das wir stolz sein dürfen. Vielen herzlichen Dank an alle Beteiligten.